Die 2022 Jahrestagung mit Drewermann findet dieses Jahr vom 15.-17. Juli 2022 wieder digital auf dem Drewermann Kanal auf YouTube statt. Thema: „Gott, wo bist du?“ Den Tagungsablauf mit Video Links finden Sie unten:

Freitag, 15. JULI, 19 UHR
VORTRAG 1: Ex 3,14: „Ich bin da.“ Persönliche Erfahrung, nicht Metaphysik. Was ist der Mensch. YouTube Video Link: https://youtu.be/pNdVojdeqIo?sub_confirmation=1

Samstag, 16. JULI, 10 UHR
VORTRAG 2: Ps 23,4: „Und müßt‘ ich auch gehen durch Todschattenschlucht …“ Die Umkehrung der Theodizeefrage „Warum lässt Gott Leiden zu?“ Was muss ich tun? Video Link: https://youtu.be/v-sQ6JQfKik?sub_confirmation=1

Samstag, 16. JULI, 19 UHR
DISKUSSION zu Fragen über Gott, Naturwissenschaft, Jesus, Lebensfragen, Pazifismus. Drewermann antwortet auf Fragen von Teilnehmenden, die vorher in Kommentaren unter diesem Post gesammelt wurden. Video Link: https://youtu.be/yB6coAJ2SmQ?sub_confirmation=1

Sonntag, 17. JULI, 10 UHR
VORTRAG 3: Ps 14,1: „Es spricht der Tor: ‚Einen Herrgott gibt es nicht.‘“ Lernen von Religionskritik und Atheismus. Was darf ich hoffen? Video Link: https://youtu.be/KQIRuMwBUxI?sub_confirmation=1

Dem Thema der Tagung liegt das Buch „Gott, wo bist Du? Eugen Drewermann antwortet jungen Menschen“ (Patmos, 2021) zugrunde. Es ist hier und überall im Buchhandel erhältlich ist.

13 Kommentare zu „Die 2022 Jahrestagung mit Drewermann findet dieses Jahr vom 15.-17. Juli 2022 wieder digital auf dem Drewermann Kanal auf YouTube statt. Thema: „Gott, wo bist du?“ Den Tagungsablauf mit Video Links finden Sie unten:

  1. Lieber Herr Drewermann, mich hat man in Kindertagen oft damit beängstigt dass Jesus bald wieder kommt und ich hier bleiben könnte im großen Trübsal, also Thema Entrückung. Dies wird an einigen Stellen der Bibel auch so angedeutet vor allem von Paulus.
    Wie sind diese Stellen zu verstehen?
    Vielen Dank. Liebe Grüße.
    Walter Schuster

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  2. Lieber Herr Drewermann! Die Welt ist voll von Glaubenslehren, die allesamt einen guten Ursprung zu haben schienen, aber mit der Zeit von Mächtigen missbraucht wurden und noch immer werden. Steht dem nicht die eigene Spiritualität entgegen, die wie Nahrung, nur selbst verdaut werden kann, sprich keinen Dogmen unterliegt? Religion wäre demnach wie ein Kochbuch.
    Wie sehen sie die Wichtigkeit der persönlichen Spiritualität heute und was verstehen sie unter diesen großen Begriff?
    Vielen Dank für Ihr tun und sein!

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  3. Lieber Herr Drewermann,
    fühle mich immer wieder so berührt von Ihnen, dass mir die Tränen kommen.
    Mein Leben, es war immer, dass ich mich nirgends wie Zuhause fühlte.
    Und so ist es auch heute. Immer wieder. All meine Beziehung waren gefährlich oder schmerzvoll. Nun habe ich soviel an Traumaarbeit getan und doch kaum Erlösung.
    Ich hänge seit Corona sehr fest und die Gesellschaft lässt mich meinen: ich habe den größten Fehler begangen.
    Ich lebe im selben Haus meiner Eltern, seit der letzten schweren Trennung. Ich komme darüber nicht hinweg. Ich vermute, dass ich abhängig seit dem von meinen Eltern bin bzw schon immer war und die Rollen vertauscht sind. Viele sagen,“ du musst da weg“, oder“ du musst Verantwortung übernehmen“. Ich nehme sie! Immer schon auf meine Weise. Und habe davor viele Jahre, trotz früher Erwerbslosen Rente ( mit 21 Jahren schon bekommen aufgrund Seele+körper) woanders gelebt.Hier zu leben, gibt mir in Moment mehr Sicherheit als irgendwo. Aber ich will endlich eine harmonische Beziehung leben. Ich will „aufwachen“ . Meine Sehnsucht zu Gott ist schon immer so groß. In der Jugend betete ich unter Zwängen. Erlösung fand ich nicht. Und heute bete ich um Antwort: wo soll ich leben? Wo ist ein sicheres Zuhause? Wo ist dieser EINE Mensch? Ich bekomme keine Antwort+auf dem Wohnungsmarkt nur Absagen. Ich schäme mich, meine Eltern so zu „lieben“. Weil ich natürlich weiß um die unsichere Bindung die ich erfuhr. Aber sie sind doch meine Eltern. Und selbst älter heute. Und doch sehn ich mich nach „meinem Leben “ und habe Angst…ich wünschte, ich könnte alles vereinen. Und wünsche mir ein Wunder. Amen

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  4. Lieber Herr Drewermann, können Sie mir aus dem Dilemma zwischen Naturwissenschaft u. Religion raushelfen? Ich bevorzuge zwar eigtl. die rationale Sicht, möchte aber dennoch die Hoffnung behalten, geliebte verstorbene Menschen irgendwann wieder in die Arme schließen zu dürfen. Als eine ganz gute Kompromiss-Lösung empfinde ich die Darstellungen des Atomphysikers Hans-Peter Dürr über Quantenphysik, Information als „Grundbaustein“ des Universums und die hinduistische Idee „Advaita“ (die Verbundenheit von allem mit allem), in denen Dürr Naturwissenschaft u. Religion miteinander zu versöhnen versucht. Wie sehen Sie Prof. Dürrs Lebenswerk? Ist das eine gangbare Brücke? Vielen Dank.

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  5. Lieber Dr. Drewermann, eine Frage bitte: ich versuche mit all meinen Kräften, mir ein eigenes Bild von Jesus zu machen, um ihn zu verinnerlichen, doch schaffe ich es nicht, auf mich und mein Herz zu hören. Meine Zweifel: stimmt das Geschichtliche über ihn? Stimmen die Schriften? Was wurde unterlassen, was hinzugefügt oder falsch übersetzt? Selbst die Theologen sind über grundsätzliche Punkte nicht einig.
    So einfach es für mich ist, an Gott zu glauben, weil ich Ihn als vollkommene Liebe erlebe und verinnerlicht habe (ohne die Vermittlung von Schriften oder Traditionen), so qualvoll ist es für mich bei Jesus, dass ich Ihn nicht in mir integrieren kann. Dabei: im Herzen spüre ich eine ganz grosse Liebe zu Ihm und auch Dankbarkeit gegenüber Eltern und Institutionen, die auf ihre Weise versucht haben, in mir den Samen der Religion zu pflanzen.
    Meine Frage: Wie soll ich mit dieser Schwierigkeit – gerade mit Jesus Christus eine Beziehung aufzubauen – umgehen? Danke für die Aufmerksamkeit und für alles, was Sie als Gelehrten und als Mensch weitergeben.

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  6. Sehr verehrter Herr Drewermann, ich freue mich, auf diesem Wege eine Frage an Sie richten zu können. In Ihren Büchern lese ich, dass Gott nicht in der Natur zu finden sein kann, weil die Natur gleichgültig über alles Individuelle hinweggeht. Gott ist demnach eine Macht im Hintergrund, die uns Menschen zu leben hilft und uns mit dem Tode versöhnt. Meine Frage ist nun, ob Gott also ausschließlich für den Menschen da ist.

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  7. Hallo lieber Herr Drewermann! Ab wann wurde Religion „entleert“/veräußerlicht oder ist das unabsichtlich passiert, da psychohistorisch die Entwicklung der Menschheit wie vom Kind zum Erwachsenen verläuft und die Projektion von innerlichen Vorgängen ins Äußere gar nicht so auffiel, da der Bewusstseinszustand von der Menschheit bis zur Aufklärung anders war?

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  8. Lieber Herr Dr. Drewermann,
    ich würde mich sehr freuen wenn Sie mir zu folgendem Fragekontext etwas sagen könnten: Wenn ich es in ihrem Ausführungen richtig verstanden habe, war Jesus schon zu Lebzeiten vollkommen(oder?). Er war ja ein Heiler und sozusagen Meister der gewaltfreien Kommunikation (linke Wange z.b), rein, selbstlos, nur in guter Absicht. Allein durch den Kontakt mit ihm konnten Menschen seelisch gesunden und die wahre Güte Gottes spüren.
    Wieso konnten ihn andere Menschen dann trotzdem hassen und nicht von ihren Machtinteressen abgehen? (Wieso)Konnte er nicht die Herzen dieser erreichen, die ihn später kreuzigten bzw sie nicht heilen und dazu bringen das Gute zu sehen?

    Man sagt ja auch zum Krieg gehören 2 und zum Frieden nur 1. Aber ist dieser Satz dann wirklich wahr?

    Liebe Grüße und vielen Dank💐

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  9. Lieber Herr Drewermann! Warum muss es überhaupt einen Gott geben? Was genau impliziert dieses Wort? Wenn man nach Gott fragt, wonach fragt man dann eigentlich? Worüber redet man dann eigentlich? Irgendwas fehlt offenbar, sodass man noch einen Gott braucht oder man kann sich was nicht erklären, sodass man denkt die Erklärung in Gott zu finden. Es ist eine Sehnsucht, aber wonach? Ist es absolute Liebe, absolutes Gesehen werden, absolute Freiheit, absolute schöpferische Kraft? Und warum redet man dann von Gott? Und gibt es ihn/sie/es? Was ist genau damit gemeint? Was impliziert die Frage: Gott wo bist Du?

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  10. Sehr geehrter Herr Dr. Drewermann,

    ich danke Ihnen sehr für die Möglichkeit, eigene Fragen einbringen zu können; meine betrifft den Pazifismus.
    Dazu kurz einleitend: Ihrem Gedanken, Ängste durch ein gemeinsames Gespräch und gegenseitiges Verstehen zu überwinden – gerade vor dem Hintergrund der Bergpredigt bzw. der Botschaft Jesu insgesamt –, kann ich nur mit voller Bewunderung zustimmen. Würden alle hiernach leben, wäre, salopp formuliert, vieles auf der Welt in Ordnung.

    Meine Frage(n) wäre nun diese (wohlwissend, dass sie einige Prämissen enthält und rein theoretisch gestellt ist, ohne auf konkrete Ereignisse abzuzielen, die man etwa geschichtlich erklären könnte): Stößt der Pazifismus – ob auf dem Pausenhof oder im Blick auf zwei sich rivalisierende Länder – an seine Grenzen, wenn man alles in seiner Macht Stehende unternommen hat, aber letztlich kein Gespräch zu einer Klärung beitragen kann? Was wäre zu tun, wenn man etwa eigene Versäumnisse eingeräumt und sich dafür entschuldigt hat, die andere Partei aber schlicht jedes Unterfangen blockiert und nicht daran interessiert ist, etwas an einer festgefahrenen Situation zu ändern?

    Auch nehme ich eine weitere Spannung wahr: Martin Luther konnte unter Rückgriff auf die Bergpredigt einmal sagen, dass jeder Christ für andere verantwortlich sei und es die Nächstenliebe erfordern könne, sich gegen Böses zur Wehr zu setzen und selbst Gewalt mit Gewalt abzuwehren. Dies impliziert, dass Luther in letzter Instanz bestimmten Ereignissen nicht einfach zusehen oder diese schlicht ertragen würde – aus Liebe und Wertschätzung den anderen gegenüber heraus, die Schutz bedürfen und nicht selbst dafür sorgen können.

    Mich würde es sehr interessieren, wie Sie über meine oben gestellten Fragen und die Haltung Luthers denken und danke Ihnen im Voraus von Herzen für Ihre Zeit und Mühen.

    Ich wünsche Ihnen weiterhin alles Gute, Gesundheit, Kraft und Gottes Segen. Für all die eingestellten, lehrreichen und sehr bewegenden Vorträge jeglichen Formats auf YouTube bin ich Ihnen sehr dankbar.

    Herzliche Grüße

    Dennis W.

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  11. Sehr geehrter Herr Drewermann:

    1)
    Seinerzeit hat mich Ihre Auslegung der wahren Gottesliebe (Marmeladovs Fall) tief bewegt.

    Wie stehen Sie zu der moralischen Integrität des Werkes von zweifelsohne grossem Fiodor Dostojewski, der jedoch in Russland den einzigen „Gottesträger“ sieht? 

    Von dieser Prämisse lässt sich bekanntlich Patriarch Kirill der Erste leiten, auf dessen Autorität und die Befürwortung des Krieges gegen die Ukraine sich Putin (wie so viele Russen) beruft.

    In seinem Tagebuch schreibt Dostojewskija, dass jede große Nation „glaubt und glauben sollte – wenn sie natürlich lange leben will -, dass in ihr und nur in ihr das Heil der Welt liegt, dass sie lebt, um an der Spitze der Nationen zu stehen, sie mit sich zu verbinden, sie aufzunehmen und sie harmonisch zu dem Ziel zu führen, das schließlich für sie bestimmt ist“. Die Russen hingegen seien besonders prädisponiert, eine „universelle Gemeinschaft“ zu schaffen, da Russland das Oberhaupt der Orthodoxie, ihr Beschützer und Hüter sei. Es würde so zum Dritten Rom werden, „eine wahre Erhebung der Wahrheit Christi, die noch im Osten wohnt, eine wahre, neue Erhebung des Kreuzes Christi und des letzten Wortes der Orthodoxie, deren Führer seit langem Russland ist“.

    2)
    Wenn Sie gegen die Aufrüstung und folglich Waffenlieferung des Westens an die Ukraine sind: Hat eine überfallene Nation das Recht, Hilfe von anderen Staaten zu erbitten?
    Der „Stellvertreterkrieg“ der USA muss hier nicht erörtert werden…

    3)
    Wie sollte dieser Krieg beendet werden? Rückkehr zum teilweise Status pro ante (vor Nato-Erweiterung) ist ja nicht realistisch. Oder?

    Es grüsst Sie – ein treuer Leser aus Polen

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  12. Sehr geehrter Herr Drewermann,

    Sie sagen des öfteren, dass man, im Angesicht des Leids der Evolution und der Natur, Gott nicht durch die Natur beweisen könnte. Dies kann ich nachvollziehen und erscheint mit plausibel. Desweiteren beschreiben Sie Gott als ein absolutes Gegenüber das uns meint und möchte das es uns gibt, im Gegensatz zur Natur, die uns ermöglicht, aber der wir völlig egal sind. Hier habe ich die ersten Probleme mit Begrifflichkeiten (was bedeutet „absolutes Gegenüber“), aber das ist nicht so schlimm. Mein Problem ist, dass ich nicht weiß ich wie zusammen denken soll, dass Gott die Evolution, usw., z.B. die Auslöschung der Dinosaurier, nicht geplant haben darf, da diese unvorstellbar grausam wäre, und auf der anderen Seite verstehen wir Gott als jemand der möchte das es uns gibt, mehr noch als unsere Eltern, da unsere Eltern zwar Kinder wollten, aber ja nicht speziell uns. Hier ergibt sich in meinem Denken ein Widerspruch. Vereinfacht gesagt: Gott der will das es uns gibt, aber dennoch nicht lenkt und plant. Ich verstehe nicht wie ich das zusammen denken kann.

    Der nächste Punkt wäre: Wie kann man dann, im Angesicht der Grausamkeiten Natur, Gott für diese Natur dankbar sein? Die Natur hat ja auch unheimlich schöne Seiten und ist spannend und faszinierend. Wie kann man denken und sagen, dass Gott auch die gesamte sogenannte Schöpfung in seinen Händen hält. Unter anderem im Matthäusevangelium gibt es diese wunderbare Stelle wo Jesus darüber spricht das kein Sperling zu Boden fällt ohne das Gott es sieht.

    Mit freundlichen Grüßen

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  13. Lieber Herr Drewermann,
    taugt die Vorstellung vom Licht am Ende des Tunnels als Sinnbild für die
    Umkehrung der Theodizee-Frage? Ich meine das so: Das Licht ist bestimmt da, es
    wird nicht unbedingt erst am Ende des Tunnels gesehen, aber es wird mit
    Sicherheit nicht von allen gesehen, und es beleuchtet den Innenraum des
    Tunnels nicht oder kaum. Es ist, mit anderen Worten, eine
    Jenseitshofnung, die aber gerade deswegen unzerstörbar ist. Dies etwa im
    Sinne des 23. Psalmes. Ist das im Wesentlichen zutreffend für Ihre
    Kernüberzeugung?
    Vielen herzlichen Dank!

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